Junge Ringer – Genç pehlivanlar

Sechs Jungs aus armen Familien der Bergregionen Anatoliens wollen im Trainings-Center in türkischen Amasya erfolgreiche Ringer werden. Aus ihren Familien gerissen, sind viele zum ersten Mal von Zuhause weg, müssen sich hier ein neues Leben aufbauen und neue Freunde finden. Sie müssen sich in der neuen Umgebung einleben – ihr Hauptziel ist jetzt Training und Unterricht. Ihre Trainer und Lehrer kommen alle aus derselben Ringerschule, sie bestimmen jetzt ihr Leben. Sie motivieren und trösten, üben Kritik, aber strenge Disziplin und strikter Gehorsam stehen über allem, und wer in der Schule und im Training nicht erfolgreich ist, muss zurück in sein Dorf – aus der Traum.

Der kleine Muhammed führt uns durch den Film, durch ihn lernen wir seine Mitschüler und Mitbewerber kennen. Der Film zeigt offen die Rivalitäten untereinander, aber auch den Spaß, den Humor, die Frustrationen, die Schmerzen, das Heimweh und die Härte der Ausbildung. Doch die Jungs wollen es wissen, und ihren Eltern, Trainern und Lehren zeigen, dass sie es schaffen. Sie kämpfen tapfer gegen ihre inneren und äußeren Dämonen, und wir sind Zeuge ihres täglichen Lebens zwischen Freundschaft und Konkurrenzkampf.

Der niederländisch-türkische Filmemacher Mete Gümürhan hatte mit seinem viel beachteten Dokumentarfilm Genç Pehlivanlar (Junge Ringer) auf der Berlinale 2016 erfolgreiche Weltpremiere.